Mehr grün statt zupflastern: Entsiegelungswettbewerb „abpflastern“ gestartet
MainzZero ruft alle Mainzer:innen zum Mitmachen auf
Am 21. März startete die Saison 2026 des Entsiegelungswettbewerbs „abpflastern“ – und MainzZero will gemeinsam mit der Stadt Mainz möglichst viele Menschen zum Mitmachen motivieren. In diesem deutschlandweiten Wettbewerb (initiiert von der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung Koblenz) entsiegeln Städte und Gemeinden in einem freundschaftlichen Wettstreit so viel Fläche wie möglich. Den Sieg erringt die Kommune, die im Zeitraum vom 21. März bis zum 31. Oktober die größte Pflaster- und Betonfläche durch Blühstreifen, Beete und Grünflächen ersetzt hat. Da jedes Mitmachen bei der Klimaanpassung hilft (weniger Hitzeinseln, bessere Regenwasserspeicherung), ist bereits die Teilnahme ein Gewinn für unsere Stadt, für uns alle und unsere Lebensbedingungen.


So sehen viele Vorgärten und Bürgersteige immer noch aus – zugepflastert (links). Und so begrünt könnten sie aussehen (rechts). Fotos: Elke Blänsdorf
Jede:r kann mitmachen und mitgestalten
Das Schöne an dem Wettbewerb ist, dass jede:r mithelfen kann: Stadtverwaltung, Schulen, Vereine, Kirchen, Unternehmen, Bürgerinitiativen, Nachbarschaftsgruppen, Einzelpersonen – jeder entfernte Pflasterstein, jedes beseitigte Stück Beton zählt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wer auch immer ein Stück Fläche entsiegelt hat, kann ein Vorher-/Nachher-Foto samt Postleitzahl in einem Portal hochladen – fertig. Nähere Informationen und viele praktische Tipps sind auf der Webseite zu finden.
Gutes Medienecho
Die Allgemeine Zeitung hat vor dem Start der Aktion in der Ausgabe vom 19. März und nach dem Start der Aktion am 20. März berichtet. In der gleichen Ausgabe gab es auch einen Beitrag zum Stand des „Integrierten Innenstadt-Konzepts“. Und SWR-aktuell hat am 11. April sowohl inden Nachrichten um 18 Uhr als auch um 19:30 Uhr über die erste Aktion in Mainz-Bretzenheim berichtet (s. unten).
Mainz startet in „Liga Groß“
Die Städte und Gemeinden treten in drei Ligen („Groß“, „Mittel“ und „Klein“) gegeneinander an. Zur „Liga Groß“ gehören Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern. 2025 war Frankfurt am Main der Sieger in dieser Liga, den zweiten Platz belegte Darmstadt. Mainz hingegen war überhaupt nicht vertreten. Dies ändert sich in diesem Jahr – und mit der Hilfe aller Bürger*innen soll ganz vorne angegriffen werden.
Kooperation zwischen der Stadt und MainzZero
Jetzt ist auch in Mainz der sportliche Ehrgeiz geweckt. Für 2026 plant die Stadt eine Reihe von Entsiegelungs- und Begrünungsprojekten (s. Bericht im Online-Magazin Merkurist), die sie in den Wettbewerb einbringen will. Zudem nutzt die Stadtverwaltung ihre Kanäle, um möglichst viele Mainzer Bürger:innen zu Entsiegelungsmaßnahmen auf privaten Flächen zu motivieren. So hat die Stadt eine Webseite aufgemacht, auf der die wichtigsten Infos zum Wettbewerb und Klimaanpassungsmaßnahmen veröffentlicht sind.
Die Aktiven von MainzZero tun ebenfalls ihr Möglichstes, um den Wettbewerb bekannt zu machen und die Mainzer:innen zum Mitmachen zu animieren. Dafür wird u.a. der Kontakt zu den Ortsbeiräten gesucht. Darüber hinaus bietet MainzZero praktische Mithilfe an und kann Initiativen vor Ort mit Hintergrund- und Fachinformationen unterstützen.
Fragen zum Wettbewerb und zum Abpflastern selbst? Gerne eine E-Mail an uns schreiben. Info- und Werbematerialien stehen in der Spalte rechts zum Anschauen und Download bereit.
Folgende Materialien stehen zur Verfügung und können mit jeweiligem Link angesehen und heruntergeladen werden:
- 5-seitiges Handout mit Mitmach-Tipps (PDF-Datei)
- Infoflyer „abpflastern und weiter denken“ (PDF-Datei)
- A3-Poster „Wie viele Steine schaffst du?“ (PDF-Datei)
- A4-Poster „Steine ins Rollen bringen“ (PDF-Datei)
- Sharepic „Wie viele Steine schaffst du?“ (jpg-Datei)
- Sharepic „Steine ins Rollen bringen“ (jpg-Datei)
Wettbewerb „Tegelwippen“ als Vorbild
Das Vorbild von „abpflastern“ ist der niederländische Entsiegelungswettbewerb „Tegelwippen“. Als die Corona-Pandemie 2020 das öffentliche Leben zum Erliegen brachte, begannen Amsterdam und Rotterdam um die Wette „Platten zu heben“. Die Resonsanz auf diesen Wettstreit war so groß, dass 2021 ein offener Wettbewerb daraus wurde. Gleich im ersten Jahr traten 80 Städte gegeneinander an, 2025 waren es schon über 200.
In Deutschland wurde der Wettbewerb 2025 von der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung Koblenz ins Leben gerufen. Mit der Organisation sind Masterstudierende unter fachlicher Leitung von Prof. Dr. Lars Hochmann und Prof. Dr. Daniela Gottschlich betraut. Der Wettbewerb wird von einer Ringvorlesung begleitet.
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