MainzZero prüft Mainzer Direktkandidat*innen mit 15 Thesen – Alle Wähler*innen sind aufgerufen den Wahlcheck zu nutzen
Mainz, 3. März 2026. Mit Blick auf die Landtagswahl am 22. März ruft MainzZero alle Wähler*innen dazu auf, den neuen Wahlcheck zu Klimathemen zu nutzen. Das Online-Tool bietet die Möglichkeit, die eigenen Positionen zu zentralen Klima- und Umweltfragen direkt mit denen der Direktkandidat*innen für den rheinland-pfälzischen Landtag abzugleichen – transparent, kompakt und vergleichbar.
Grundlage des Wahlchecks sind 15 präzise formulierte Thesen, zu denen die Kandidat*innen der drei Mainzer Wahlkreise Stellung beziehen konnten. Ziel ist es, klimarelevante Positionen sichtbar zu machen und eine fundierte Wahlentscheidung zu erleichtern. Der Wahlcheck wurde gemeinsam von MainzZero, KlimaLautern und Klimaentscheid Koblenz erarbeitet. Technisch umgesetzt wurde das Onlinetool vom bundesweiten Partner LocalZero.
Alle Wähler*innen sind eingeladen, den Wahlcheck aktiv zu nutzen, ihre eigenen Einstellungen zu prüfen und diese mit den Antworten der Kandidat*innen abzugleichen. So wird auf einen Blick deutlich, wo es Übereinstimmungen gibt – und wo nicht.
Klimaneutralität, Verkehrs- und Wärmewende sowie sozial gerechter Klimaschutz
Die Thesen decken zentrale Zukunftsfragen ab: von „Klimaneutralität für Rheinland-Pfalz bis 2040“ über die konsequente Verkehrs- und Wärmewende bis hin zum Grundsatz „Umweltverbund statt Straßenneubau“. Damit greifen sie auch den Schutzauftrag aus Artikel 20a des Grundgesetzes auf, der den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen für kommende Generationen festschreibt.
Ein besonderes Anliegen der Initiator*innen ist die soziale Gerechtigkeit: Klimaschutzmaßnahmen sollen so gestaltet werden, dass einkommensschwache Haushalte gezielt und verbindlich entlastet werden. Darüber hinaus fordert der Wahlcheck unter anderem, dass Rheinland-Pfalz als Vorbild beim Ausbau der Photovoltaik vorangeht und darüber hinaus durch ein ambitioniertes Landes-Bodenschutzkonzept die Flächenversiegelung auf das absolut unvermeidliche Maß begrenzt.
Gesundheit, Ernährung und Bildung zukunftsfest gestalten
Weitere Thesen betreffen den Gesundheitsschutz angesichts zunehmender Hitzeperioden und Extremwetterereignisse: Krankenhäuser, Altenheime, Schulen und Kitas sollen finanziell so ausgestattet werden, dass sie klimaresilient aufgestellt sind.
Auch die strukturelle Verankerung von Klimabildung spielt eine zentrale Rolle. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) soll bis 2030 verbindlich in Lehrplänen mit ausreichenden Ressourcen und systematischen Fortbildungen für Lehrkräfte umgesetzt werden. Zudem wird gefordert, die Subventionierung von Mensaessen so auszurichten, dass pflanzenbasierte und biologische Angebote gestärkt werden. Des Weiteren sollen Förderprogramme für nachhaltige Verpflegung in Schulen und Kitas ausgebaut werden.
Transparenz schaffen – Wahlentscheidung stärken
Der Wahlcheck ist öffentlich zugänglich und bietet allen Bürger*innen eine klare, faktenbasierte Orientierung im Vorfeld der Landtagswahl am 22. März. MainzZero appelliert an alle Wahlberechtigten: Nutzen Sie den Wahlcheck, vergleichen sie ihre Positionen mit denen der Direktkandidat*innen – und treffen sie ihre Wahlentscheidung informiert und bewusst.
Die Thesen und Antworten der Mainzer Kandidat*innen sowie am Schluss eine eigene Gewichtung von Themen sind abrufbar unter folgenden drei Links:
  • Wahlkreis 27 – Mainz I: Stadtteile Mainz-Altstadt, Mainz-Neustadt, Mainz-Oberstadt und Hartenberg/Münchfeld (Link)
  • Wahlkreis 28 – Mainz II: Stadtteile Bretzenheim, Gonsenheim, Hechtsheim, Mombach und Weisenau (Link)
  • Wahlkreis 29 – Mainz III: Stadtteile Drais, Ebersheim, Finthen, Laubenheim, Lerchenberg und Marienborn, die Stadt Mainz und vom Landkreis Mainz-Bingen die Verbandsgemeinde Bodenheim (Link)

Die Pressemitteilung vom 3. März 2026 als PDF-Datei